Das Special – 50 Jahre Rheinisch-Bergischer Kreis

Wirtschaften zwischen Wupper und Agger

1. Dezember 2025
Arbeiten in angenehmer Umgebung: Das zeichnet den Rheinisch-Bergischen Kreis als Wirtschaftsstandort aus.
Arbeiten in angenehmer Umgebung: Das zeichnet den Rheinisch-Bergischen Kreis als Wirtschaftsstandort aus.

Der aktuelle Rheinisch-Bergische Kreis hat sich in den fünf Jahrzehnten seines Bestehens als eine der wirtschaftlich stabilsten Regionen im Rheinland entwickelt. Zwischen der Millionen-Metropole Köln im Westen und dem Oberbergischen im Osten vereint der Kreis städtische Dynamik und ländliche Lebensqualität.

Karte des Rheinisch-Bergischen KreisesVon Klaus Pehle

Diese Lage ist einer der größten Standortvorteile des Kreises: Am Rhein die pulsierende Millionenstadt und auf den nach Süden ansteigenden Höhen naturnahe Idylle. Dazu kommen eine dichte Verkehrsinfrastruktur und eine starke wirtschaftliche Basis durch mittelständische Unternehmen mit teilweise jahrzehntelanger Tradition.

Als vielfältig, ausgewogen und zukunftsorientiert kann man die Wirtschaftsregion beschreiben. Statt einzelner dominanter Großbetriebe prägen vor allem kleine und mittlere Unternehmen den Rheinisch-Bergischen Kreis. Häufig sind sie familiengeführt, teilweise stark regional verwurzelt, auf der anderen Seite aber auch technologisch hochinnovativ. Besonders stark entwickelt haben sich Branchen wie Maschinenbau, Metallverarbeitung, Elektrotechnik, Kunststofftechnik und Logistik. Auch das Gesundheits- und Bildungswesen spielt eine starke wirtschaftliche Rolle. Zunehmend gewinnen darüber hinaus digitale Dienstleistungen, Umwelttechnik und IT an Bedeutung. Diese Vielfalt macht die Region krisenresistent und sorgt für stabile Beschäftigungszahlen.

Drei Autobahnen (A1, A3 und A4) binden den Kreis direkt an die Metropolen im Rheinland und dem Ruhrgebiet an. Der Flughafen Köln/Bonn liegt in unmittelbarer Nachbarschaft, über Köln und Siegburg sind die ICE-Linien schnell erreichbar. Der öffentliche Nahverkehr wird mit S-Bahn-Verbindungen, Buslinien und multifunktionalen Mobilstationen (Carsharing, E-Bike-Leihe, P+R) stetig ausgebaut.

Bevölkerung
Der Rheinisch-Bergische Kreis hatte Ende 2024 284.273 Einwohner auf einer Fläche von 437 km². Das ergibt
eine Bevölkerungsdichte von 650 Einw./km².

Wirtschaft
Das Erwerbspersonenpotenzial liegt bei 176.000 Personen (62 Prozent), 2050 sollen es laut Prognose 159.000 (57 Prozent) sein. Es gibt 16.726 IHK-Unternehmen (2024). Das BIP 2021 betrug 8,22 Milliarden Euro, (72.829 Euro/Erwerbstätiger).

Umsatz und Kaufkraft
Die Bruttowertschöpfung lag bei 7,44 Milliarden Euro, davon 2,02 Milliarden im produzierenden Gewerbe und 5,40 Milliarden im Dienstleistungssektor. Die Kaufkraft lag 2024 bei 8.344 Euro/Kopf (Index 110,6), der Einzelhandelsumsatz bei 6.236  Euro/Kopf, die Zentralitätskennziffer bei 85,7. Die Arbeitslosenquote betrug 2024 5,3 Prozent.

Wirtschaftssektoren
Beschäftigte verteilen sich so: Handel 16,4 Prozent, Gesundheitswesen 19,4, weitere Dienstleistungen 30,5 Prozent. Im Tourismus gab es 2023 knapp 490.000 Übernachtungen.

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