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Kampf den Kriminellen

30. August 2025
Einbruch

Einbruchschutz. Insgesamt ist die Kriminalität in Nordrhein-Westfalen im vergangenen Jahr leicht gesunken (minus 1 Prozent). Weiter angestiegen ist allerdings die Zahl der Wohnungseinbrüche – um 5,2 Prozent auf insgesamt rund 28.500.

Von Klaus Pehle

 

Die gute Nachricht zuerst: Der Anteil der sogenannten unvollendeten Einbrüche steigt seit Jahren kontinuierlich. Unvollendet nennt die Kriminalstatistik Einbruchversuche. 2024 waren das in Nordrhein-Westfalen 46,3 Prozent der Gesamtzahl an Einbruchsdelikten. Vor zwölf Jahren lag dieser Wert noch deutlich unter 40 Prozent. Im Umkehrschluss bedeutet das: Man kann Haus oder Wohnung gegen Einbrecher schützen und das ist angesichts weiter steigender Gesamtzahlen wohl auch eine gute Idee. Um 5,2 Prozent zum Vorjahr auf insgesamt 28.500 Einbrüche (inklusive Versuche) ist die Zahl 2024 in NRW gestiegen.

Bei Einbruchsschutz denken die meisten Menschen zuerst an technische Einrichtungen. Eine andere Präventionsmaßnahme ist aber äußerst menschlich. Gegen Einbruch und Einbruchversuch hilft auch eine gut funktionierende und vor allem aufmerksame Nachbarschaft. „Ebenso wichtig wie eine geeignete Sicherungstechnik ist ein sicherheitsbewusstes Verhalten. Auch ein gutes nachbarschaftliches Verhältnis, bei dem miteinander vereinbart wird, gegenseitig ein Auge auf die Wohnung oder das Haus nebenan zu haben, schützt vor Einbrechern“, sagt Dr. Stefanie Hinz, Vorsitzende der polizeilichen Kriminalprävention der Länder und des Bundes.

Der wirksamste Schutz ist aber eine solide mechanische Grundsicherung. Diese kann man zum noch besseren Schutz mit einem Alarmanlagen-System ergänzen. Wenn das Alarm schlägt, verunsichert es die Kriminellen, das Risiko für den Einbrecher, entdeckt zu werden, wird wesentlich erhöht. Optimalen Schutz bekommt man, wenn man die mechanische Sicherungstechnik mit der elektronischen Überwachung kombiniert.

Welche Produkte die neuesten Sicherheitsstandards erfüllen und wo es einen von der Polizei empfohlenen Fachbetrieb gibt, kann man auf der Seite www.k-einbruch.de sehen. Hier können Interessierte Unternehmen in ihrer Nähe finden, die den fachgerechten Einbau von mechanischer Sicherungstechnik, von Überfall- und Einbruchmeldeanlagen sowie von Videoüberwachungsanlagen leisten können. Sämtliche hier aufgeführten Betriebe erfüllen die bundesweit einheitlichen Anforderungen der Polizei. Neben technischen Standards werden auch Anforderungen an die Fachunternehmen selbst sowie deren Personal gestellt. „Unser Ziel ist es, einen hohen Standard sowie eine hohe Qualität von Anlagen und Dienstleistungen im Bereich der Sicherungstechnik sicherzustellen und es letztlich den Tätern damit so schwer wie möglich zu machen“, sagt Hinz. „Wer über unsere Datenbank einen Fachbetrieb gefunden hat, kann sich somit sicher sein, dass dieser die polizeilichen Empfehlungen umsetzt“, so Hinz.

Mit der Datenbank kann außerdem nach Herstellern von geprüften und zertifizierten einbruchhemmenden Produkten wie einbruchhemmende Fenster und Türen oder nach Nachrüstprodukten gesucht werden.

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