Das Special – Gesund arbeiten

Wenn Gesundheit zur Investition wird

15. September 2025
Special Gesund arbeiten - Einleitung

Investitionen in Arbeitsschutz und Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) sind keine Kostenfaktoren. Im Gegenteil: Sie sind Renditetreiber. Der sogenannte Return on Prevention (RoP) liegt international im Schnitt bei 2,2:1, in Deutschland bei 1,6:1. Das bedeutet: Für jeden investierten Euro in Prävention erhält ein Unternehmen mehr als das Doppelte zurück – in Form von weniger Ausfällen, höherer Produktivität, stärkerer Mitarbeiterbindung und verbessertem Image, wie eine aktuelle Analyse der Apollon Hochschule der Gesundheitswirtschaft zeigt.

Von Klaus Pehle

Die wirtschaftliche Belastung von Unternehmen durch Krankheit ist enorm: Nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln beliefen sich die Arbeitgeberkosten für Lohnfortzahlung 2023 auf 76,7 Milliarden Euro. Alleine die Ausfälle verursachten volkswirtschaftliche Schäden von über 128 Milliarden Euro.
Die entgangene Bruttowertschöpfung lag bei 221 Milliarden Euro. Pro Fehltag entstehen somit Kosten von mehreren hundert Euro – ein massives wirtschaftliches Risiko für Unternehmen.

 

BGM zahlt sich aus

Gezielte Gesundheitsförderung kann die krankheitsbedingten Fehltage in Unternehmen um bis zu 30 Prozent senken. Das zeigt der Fehlzeiten-Report 2024 der AOK. Effektives Betriebliches Gesundheitsmanagement (BGM) umfasst strukturierte Programme zur langfristigen Förderung von Gesundheit und Arbeitsfähigkeit. Es stellt die Aufklärung über den Präsentismus, berücksichtigt den Wunsch nach flexiblen Arbeitszeiten oder Homeoffice-Möglichkeiten und bietet Schulungen an zur psychischen Gesundheit, zu digitalen Gesundheitslösungen und stellt Budgets für Sport- und Präventionsmaßnahmen bereit.
Externe Krisen wie die Covid-19-Pandemie unterstreichen die Bedeutung von Gesundheitsschutz: Zwischen 2020 und 2023 wurden über 540.000 Verdachtsfälle auf Covid-bedingte Berufskrankheiten gemeldet. Betriebe mit gut etablierten BGM-Strukturen konnten auf diese Herausforderungen deutlich resilienter reagieren, wie der Berufsgenossenschaftliche Monitoring-Bericht 2023 zeigt.

 

100 Jahre Berufskrankheiten

Dass Menschen bei der Arbeit krank werden oder sich verletzen, ist nicht erst seit gestern bekannt. Schon seit 100 Jahren gibt es in Deutschland einen besonderen Versicherungsschutz für Menschen, die durch ihre Arbeit krank werden: 1925 trat die erste Berufskrankheiten-Verordnung in Kraft. Damals waren es nur elf anerkannte Erkrankungen. Die Bleivergiftung kam beim Schlosser häufig vor, der Graue Star beim Glasmacher. Im Laufe der Jahrzehnte wurde die Liste kontinuierlich erweitert, um neue Risiken der Arbeitswelt abzudecken.

2025 kamen drei neue Berufskrankheiten dazu, damit sind es jetzt 85. Neu sind Schulter-Läsionen durch die Über-Kopf-Arbeit, Gonarthrose bei Profi-Fußball-Spielerinnen und -Spielern und die chronische Bronchitis durch Quarzstaub.

 

Höhere Wettbewerbsfähigkeit

Investitionen in Arbeitsschutz und BGM sind strategisch klug. Sie reduzieren Fehlzeiten, binden wertvolle Fachkräfte und erhöhen die Wettbewerbsfähigkeit. Bei einem nachgewiesenen Return-on-Prevention von bis zu 2,2:1 ist Prävention keine Ausgabe, sondern ein wirtschaftlicher Hebel. Unternehmen, die heute in Gesundheit investieren und die Entwicklungen der letzten 100 Jahre berücksichtigen, sichern die Stabilität ihres Betriebs – mit messbarem Mehrwert.

 

 

100 Jahre Berufskrankheiten

1925
Erste Verordnung mit elf Erkrankungen

1952
Aufnahme typischer Industrieerkrankungen wie Asbest- und Staubbelastung

1976
Erweiterung um Krankheitsbilder aus Landwirtschaft und Chemie

1997
Berücksichtigung von Haut- und Atemwegserkrankungen

2025
Drei neue Berufskrankheiten, jetzt 85 insgesamt

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