Das Special – Mobilität und Wirtschaft

PKW bleibt (noch) auf Platz 1

10. März 2025
Special Mobilität und Wirtschaft

Auf dem Weg zur Arbeit oder auf Dienstreisen nutzen die Deutschen nach wie vor mehrheitlich das Auto. Doch vernetzte Mobilitätskonzepte, bestehend aus ÖPNV, Car- und Bikesharing-Angeboten sind auf dem Vormarsch. Der Geschäftsführer des Bundesverbandes Betriebliche Mobilität e. V. (BBM) sieht vor allem aufgrund kurzer Wege für Pendler mehr Potenzial für nachhaltige Konzepte.

Von Klaus Pehle

Im Durchschnitt legen Arbeitnehmende in Deutschland 23 Kilometer Wegstrecke zur Arbeit zurück. Mehrheitlich (60 Prozent) legen sie diesen Weg mit dem Auto zurück. Das sind Ergebnisse der BBM Mobility Survey 2024, die der Bundesverband Betriebliche Mobilität e. V. (BBM) vorgestellt hat. Die Studie untersuchte dabei das Mobilitätsverhalten von Beschäftigten in Unternehmen und Organisationen.

Überraschend sind dabei die äußerst kurzen Pendlerwegstrecken. Rund 80 Prozent der Befragten gaben an, einen Arbeitsweg von bis zu 30 Kilometern zurücklegen zu müssen. Mehr als ein Viertel hat aber höchstens einen Weg von nur fünf Kilometern. Im Schnitt ist der Arbeitsweg 23 Kilometer lang und dauert 30 Minuten. „Die Pendelwege sind kürzer, als ich erwartet habe. Das bedeutet aber auch, dass man tatsächlich mehr mit nachhaltigen Verkehrsträgern machen kann“, berichtet Marc Odinius, CEO von Dataforce, das die Studie durchführte.

Hintergrund der Befragung ist die Ermittlung belastbarer Daten zu Mobilitätsformen von Mitarbeitenden. „Wir brauchen Fakten und keine Mutmaßungen – daher haben wir 2023 den BBM Mobility Survey erstmals durchgeführt mit dem Ziel, regelmäßig den Blick auf die Mitarbeitenden- und Pendlermobilität zu richten“, sagt Axel Schäfer, Geschäftsführer des BBM.

Bei der Online-Befragung im Auftrag des BBM haben 2.870 Mitarbeitende vom 13. September bis 8. Oktober 2024 teilgenommen. Der größte Teil der Befragten waren Angestellte oder hatten eine Führungsverantwortung. „Das ist eine sehr große Stichprobe, sodass wir klar aufzeigen können, was wir in Deutschland in den Unternehmen vorfinden“, sagt Odinius.

Knapp die Hälfte der Befragten ist regelmäßig im Home-Office. 86 Prozent glauben, dass die Arbeit zu Hause einen großen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann. 50 Prozent der Befragten wünschen sich bessere Mobilitätsangebote durch den Arbeitgeber. Auf die Wahl des Arbeitgebers hat das allerdings bei der Hälfte keinen Einfluss. „Beschäftigte wollen einfach, flexibel und schnell zur Arbeit und wieder nach Hause kommen und möglichst nur ein Verkehrsmittel nutzen“, sagt Schäfer.

Die Unternehmen machen laut der Studie ihren Mitarbeitenden inzwischen sehr viele Angebote. Die werden aber zum großen Teil nicht genutzt. „Da gibt es noch Potenzial“, so Odinius. Er vermutet, dass das oft auch an fehlenden Informationen und Nachvollziehbarkeit des jeweiligen Angebots liegt. Viele verstünden beispielsweise nicht, was hinter einem Mobilitätsbudget steckt. Stattdessen spielen bei der Bewertung der Angebote die eigene Situation und der eigene Wohnort eine signifikante Rolle. Während der Dienstwagen in ländlichen Regionen eher gerne gesehen wird (47 Prozent), ist es in der Großstadt das Jobticket (66 Prozent). Das Fahrrad wird nach dem Pkw am häufigsten genutzt, um zur Arbeit zu kommen.

 

Veränderungen im Mobilitätsverhalten

Nur 21 Prozent der Befragten planen, ihr Mobilitätsverhalten zu ändern. Die Mehrheit davon gibt an, auf Elektro-Fahrzeuge umsteigen zu wollen. Insbesondere in der Altersklasse der 18-30-Jährigen zeigt sich, dass diese lieber mit dem Fahrrad/E-Bike fahren wollen (45 Prozent), während die 31-60-Jährigen überwiegend auf BEV/PHEV umsteigen wollen (43 Prozent).

Verbesserte Bedingungen für Fahrradfahrer sind nach diesen Ergebnissen ein effektiver Weg, um einen wichtigen Änderungs-Impuls zu setzen. Die Beschäftigten wünschen sich unter anderem gute und sichere Radwege (67 Prozent) und sichere Abstellplätze (65 Prozent). Beim Umstieg vom Verbrenner auf E-Autos können Unternehmen unterstützen, indem sie beispielsweise finanzielle Anreize schaffen. 53 Prozent finden es wichtig, dass der Arbeitgeber einen Zuschuss zum Jobticket gewährt. Odinius: „Wir sehen ein nachhaltiges Gewissen, das aber bezahlbar sein muss“. Nachhaltigkeit ist den Beschäftigten wichtig – 59 Prozent legen großen Wert auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz, auf eine finanzielle Unterstützung oder Anreize aber ebenfalls.

„Die Politik sollte sich die Studie genau anschauen und auch kleinere Unternehmen, denn hier gibt es den größten Nachholbedarf“, empfiehlt Schäfer.

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