Foto: Auf dem Ressourcenkongress von „:metabolon“ des BAV in Lindlar überreichte NRW-Umweltminister Oliver Krischer den Förderbescheid an BAV-Chefin Monika Lichtinghagen-Wirths. ©BAV
BAV. Die Europäische Union fördert das Projekt „:bergische rohstoffschmiede“ des Bergischen Abfallwirtschaftsverbandes (BAV) mit rund 12,4 Millionen Euro. Das Projekt ist eine Kooperation mit den Kreisen Rhein-Berg, Rhein-Sieg, Oberberg und der TH Köln mit dem Ziel, die zirkuläre Wertschöpfung und damit die Ressourcenwende in der Region voranzutreiben.
Das vom Bergischen Abfallwirtschaftsverband (BAV) initiierte und den Kreisen Rhein-Berg, Oberberg und Rhein-Sieg umzusetzende Projekt folgt auf den Vorgänger, den „Pilot zur Bergischen Rohstoffschmiede“. Hier wurden die Entwicklung vorbereitet, Grundlagen gelegt und neuartige Verfahren für eine nachhaltige, ressourcenschonende und klimaresiliente Wirtschaft erprobt. Jetzt brachte NRW-Umweltminister Oliver Krischer einen Förderbescheid über 12,4 Millionen Euro auf das BAV-Gelände „:metabolon“.
„Die Bergische Rohstoffschmiede zeigt, wie Zukunft im Bergischen Rheinland gemacht wird“, so Krischer. „Hier arbeiten Forschung, Handwerk und Industrie Hand in Hand, um Kreislaufwirtschaft praktisch umzusetzen.“ Schon seit 2010 entwickeln BAV und TH Köln auf „:metabolon“ gemeinsam neue Verfahren, um Neben-, Rest- und Abfallstoffe weiter zu verwerten. Die Wirtschaftsförderungen der beteiligten Kreise brachten sich erfolgreich als Netzwerker ein, um Unternehmen zur Beteiligung zu bringen. In Lindlar-Remshagen entstand dazu eine 888 Quadratmeter große Forschungshalle mit Pilotanlagen zur Aufbereitung und Sortierung mineralischer Baureststoffe sowie zwei Modellhäuser als Demonstratoren für den Einsatz ressourcenschonender, nachwachsender und kreislauffähiger Baustoffe.
BAV-Geschäftsführerin Monika Lichtinghagen-Wirths kommentiert die EU-Förderung so: „Unser System muss weg von der linearen hin zu einer zirkulären Wertschöpfung entwickelt werden. Daher sind Projekte wie „:metabolon“ und die „:bergische rohstoffschmiede“ so wichtig und die Förderung ein sehr guter Invest in die Zukunft der Region.“
Die „:rohstoffschmiede“ läuft drei Jahre, die Förderung erhielt sie über den Wettbewerb „Regionale Bergisches RheinLand – Das Beste aus beiden Welten“. Wissenschaft, Wirtschaft, Kommunen und Gesellschaft sollen dabei gemeinsam Lösungen für eine nachhaltige Ressourcenwirtschaft entwickeln und über ein auf die Bedarfe und die Strukturen der Region abgestimmtes Maßnahmenpaket umgesetzt werden. Zentrale Bausteine sind praxisnahe Forschung zu den vier Themenbereichen „Organische Reststoffe“, „Baureststoffe“, „Kunststoff und Verbundstoffe“ und „Prozesswasser“, die Demonstration und Erprobung von Lösungen in der Region sowie die Einbindung der regionalen Partner über Feedback- und Reflexionsschleifen.