Bayer. Bei der Veröffentlichung der Zahlen für das dritte Quartal spricht Vorstandsvorsitzender Bill Anderson von einem richtungsweisenden Jahr für den Konzern. Insgesamt sehe man sich „gut auf Kurs“, um die im davor liegenden Quartal angehobene Prognose für das Gesamtjahr zu erreichen. Im Bereich Division Consumer Health sieht Bayer ein zunehmend „herausforderndes Marktumfeld“.

Strategisch habe der Konzern Fortschritte gemacht, sagte Vorstandsvorsitzender Bill Anderson Mitte November in Leverkusen. Das Anfang 2024 angekündigte und in der Umsetzung befindliche Organisationsmodell Dynamic Shared Ownership zahle sich mittlerweile sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis aus. Dabei geht es Bayer darum, Innovationen durch weniger Hierarchien, weniger Bürokratie und schlankere Strukturen zu fördern. Ein Großteil der relevanten Entscheidungen wird an die ausführenden Teams übertragen. „Unser Unternehmen wird immer schlanker, effizienter, schneller und fokussierter“, so Anderson bei der Bekanntgabe der Quartalszahlen.
Der Konzernumsatz lag im dritten Quartal bei 9,660 Milliarden Euro, währungs- und portfoliobereinigt ein Plus von 0,9 Prozent. Das EBITDA vor Sondereinflüssen stieg um 20,8 Prozent auf 1,511 Milliarden Euro. Das EBIT betrug minus 543 Millionen (Vorjahr: minus 3,822 Milliarden) Euro. Darin enthalten waren per saldo Sonderaufwendungen von 1,064 (Vorjahr: 4,088) Milliarden Euro. Diese resultierten im Wesentlichen aus Zuführungen zu Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten. Das Konzernergebnis belief sich auf minus 963 Millionen (Vorjahr: minus 4,183 Milliarden) Euro. Das bereinigte Konzernergebnis je Aktie stieg auf 0,57 Euro und hat sich damit mehr als verdoppelt.
Die durch die Umstellung der Organisationstrukturen gestiegene Innovationskraft sieht Anderson in den Bereichen Pharmaceuticals und Crop Science: Noch im November erwartet Bayer die US-Markteinführung von Lynkuet (zur hormonfreien Behandlung von Wechseljahr-Beschwerden), Crop Science führte Anfang November in Lateinamerika das Insektizid Plenexos ein.